焦点图03
焦点图03
焦点图01
焦点图01
焦点图05
焦点图05
焦点图02
焦点图02
焦点图04
焦点图04
焦点图05
焦点图05
Aktuelle Position: Start >Kalligraphie & Malerei >Einführung in die chinesische Malerei 

Kulturprogramme

Einführung in die chinesische Malerei 



Gedanke der chinesischen Malerei

In der chinesischen Malerei herrscht die Vorstellung, daß beim Malen nach der Natur ein gewisser Widerspruch zwischen Objekt (dem zu malenden Gegenstand) und Subjekt (dem Maler) besteht. Ziel ist es, die subjektiven Vorstellungen und das darstellende Objekt im freien Skizzieren zur Harmonie zu bringen. Basierend auf diesen Gedanken, hat sich die chinesische Malerei allmählich aus Feinzeichnung zur Tuschemalerei und schließlich zur Malerei im Xieyi-Stil (durch feine, ohne Berücksichtigung von Details das Wesen erfassende Pinselführung gekennzeichneter Stil) entwickelt.





Merkmale der chinesischen Malerei

Aus alldem geht hervor, daß der chinesische Maler sein Bild immer auswendig malt, er kennt kein Modell. Deshalb ist sein Atelier ein leeres Arbeitszimmer, das zur geistigen Vertiefung geeignet ist. Jedes einzelne Bild wird natürlich durch langwierige und sich sehr oft wiederholende Übungen vorbereitet. Auch diese Übungen bestehen nur aus vielen auswendig gemalten Bildern. Qi Baishi, der größte chinesische Maler des 20. Jahrhunderts, verweilte lange Zeit in seinem Landhaus und später im kleinen Garten und am Wasserbecken seines Hauses in Peking bei der Beobachtung von Blumen und Pflanzen, von Fischen und Krebsen. Tagelang konnte er am Wasserbecken sitzen und die kleinen Lebewesen betrachten. Wenn er sich in seinem Arbeitszimmer an den Tisch setzte, hatte er schon die fertigen Kompositionen im Kopf. Lange meditierte er über dem leeren Papier, oft eine Stunde lang. Dann griff er zum Pinsel, und das Bild war in unglaublich kurzer Zeit, sozusagen in Minuten, fertig.

In der chinesischen Malerei verbinden sich Poesie und Malerei zu einer Einheit. Ein Künstler überträgt häufig die Ausdrucksmittel der Poesie in die Malerei und verleiht damit seinem Bild so eine poetische Stimmung, die seine Gefühle und Gedanken ausdrückt. Dies ist eine Form des künstlerischen Ausdrucks, die in China entstand und entwickelt wurde und parallel zur realistischen und abstrakten Kunstrichtung als dritte Kunstrichtung existiert. Sie besteht darin, die Vorstellung bzw. Erkenntnisse der Künstler von den Dingen in der objektiven Welt bildlich darstellen und dadurch Subjekt und Objekt vollkommen miteinander zu verbinden.

Die Perspektive von einem chinesischen Tuschebild kennt keinen einheitlichen festen Fluchtpunkt. Die Betrachtung erfolgt vielmehr entweder aus der Vogelperspektive, von weit oben her, oder vom Vordergrund im Hinblick auf die fernen Gipfel. Ebenso können verschiedene Blickwinkel gewählt werden, um den Blick auf Ziele zu lenken, denen besondere Bedeutung zukommt.

Ein vollendetes chinesisches Tuschebild trägt verschiedene Aufschriften des Malers, wie etwa seinen Namen, den Titel des Bildes und seinen Siegelabdruck. Manchmal wird es auch mit eigenen Versen versehen. Nach Fertigstellung des Bildes wird es durch eine weitere Lage Papier verstärkt, die man auf die Rückseite aufklebt. Dadurch treten die Farben klarer und kräftiger hervor. Im Altertum galt das Aufkleben als der letzte Arbeitsgang.




Im Vergleich zu westlicher Malerei

Die chinesische Malerei unterscheidet sich sowohl in Form als auch Inhalt wesentlich von der westlichen. Im Mittelpunkt der westlichen Tradition stand über Jahrhunderte die realistische Darstellung nach anatomischen und perspektivischen Prinzipien. Die chinesische Malerei versucht hingegen, in der Darstellung eines Objekts die Gedanken und Gefühle des Künstlers transparent werden zu lassen. Die westliche Malerei mit ihren starken visuellen Effekten von Licht und Farbe erschließt sich dem Betrachter unmittelbar. Der Weg zu den inneren Gedanken des Malers führt in der chinesischen Malerei über den Inhalt, den Farbton und den Strich. Alles in allem beruht die chinesische Malerei auf dem freien Skizzieren, nicht auf dem genauen Zeichnen nach der Natur. Der absichtlich freigelassene Raum ist ein wichtiges Ausdrucksmittel der chinesischen Malerei, das es dem Betrachter ermöglicht, sein Vorstellungs-vermögen zu entfalten. Freier Raum in einem Bild mit Fischen suggeriert Wasser, in einem Landschaftsbild Wasser oder Wolken. Auch der Farbton der Tusche sendet dem Betrachter ein Signal z.B. Ruhe, Würde und Harmonie.




Vorherige Seite: nicht
Nächste Seite: nicht